Mumpsimpfung auch für Erwachsene

mp Berlin - Nicht nur Kinder haben sich in den letzten Jahren mit Mumps infiziert. Eine Impfempfehlung ist nun auch für Erwachsene geplant.mp Berlin - Nicht nur Kinder haben sich in den letzten Jahren mit Mumps infiziert. Eine Impfempfehlung ist nun auch für Erwachsene geplant.
Thomas Siepmann / pixelio.de

Mumps, umgangssprachlich auch Ziegenpeter genannt, befällt immer mehr Jugendliche und Erwachsene. Sie ist längst keine reine Kinderkrankheit mehr. Die Infizierten leiden unter Fieber, Schmerzen und einer deutlichen Schwellung der Ohrspeicheldrüse. Als Komplikationen können Hirnhautentzündung, Taubheit oder eine Entzündung der Hoden auftreten. Eine Impfung gegen Mumps wird bei Kleinkindern routinemäßig etwa ab dem ersten Lebensjahr durchgeführt. Doch seitdem immer mehr Menschen im Jugend- und Erwachsenenalter in den letzten Jahren an Mumps erkrankt sind, will die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut eine Impfempfehlung nun auch für Erwachsene aussprechen. Grund ist die auffallende Zunahme der Infizierten, die nicht mehr im Kindesalter waren: Bei der letzten Mumps-Epidemie in Bayern war knapp die Hälfte der Betroffenen zwischen 16 und 22 Jahren alt. An einer Grundschule erkrankten neben den Schülern auch Lehrer und solche Eltern, die nicht gegen Mumps geimpft waren. Die Epidemie habe gezeigt, so das Robert-Koch-Institut, dass eine einzige Impfung keinen ausreichenden Schutz gegen eine Ansteckung biete. Die STIKO plant für den Sommer daher eine neue Impfempfehlung für alle Berufstätigen, die nach 1970 geboren sind und keinen ausreichenden Impfschutz haben. Eine Impfung sollten diejenigen erhalten, die im Gesundheitsdienst unmittelbaren Patientenkontakt haben und in Gemeinschafts- oder in Ausbildungseinrichtungen für Kinder und junge Erwachsene arbeiten.