Juckreiz - Linderung ist möglich

mp Bonn - Töpferhände, die ständiger Feuchtigkeit ausgesetzt sind, sind besonders gefährdet, an einem Handekzem zu erkrankenmp Bonn - Töpferhände, die ständiger Feuchtigkeit ausgesetzt sind, sind besonders gefährdet, an einem Handekzem zu erkrankenGünter Havlena / pixelio.de

Jeder kennt gelegentliches Hautjucken. Man kratzt sich und der Fall ist erledigt. Bei Menschen mit Hauterkrankungen wie dem chronischen Handekzem ist das anders. Etwa jeder zehnte Deutsche leidet zumindest vorübergehend daran. Besonders gefährdet sind Personen, die zu Allergien neigen oder deren Hände im Beruf stark beansprucht werden. Typische Symptome sind Bläschen, Risse und Entzündungen der Haut. Häufig wird das Ekzem von quälendem Juckreiz begleitet, der für die Betroffenen so belastend wie starke Schmerzen sein kann.Um sich Linderung zu verschaffen, kratzen die Patienten instinktiv an den entzündeten Hautstellen und setzen dadurch einen Teufelskreis aus Jucken, Kratzen und Entzündung in Gang. Die Folgen können Schlafmangel, Unkonzentriertheit und Depressionen sein. Das kann sogar dazu führen, dass die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, ihren Alltag zu bewältigen oder ihren Beruf auszuüben. Deshalb betont Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe: "Bei der Therapie des Handekzems ist es entscheidend, neben den Entzündungen auch den Juckschmerz als zentrales Krankheitssymptom anzuerkennen."Doch ein richtig diagnostiziertes Handekzem ist meist erfolgreich behandelbar. Häufig wird eine Kombination aus Hautschutzmaßnahmen, stabilisierender Hautpflege und entzündungshemmenden Medikamenten wie kortisonhaltige Salben eingesetzt. Hilft auch die Salbe nicht mehr, stehen innerlich wirkende Mittel zur Verfügung. Diese sollen den Juckreiz erheblich lindern und in 50 Prozent der Fälle zu einer fast vollständigen Abheilung führen.