Frühzeitig Vorsorgevollmacht erteilen

Eine Vorsorgevollmacht sollte jeder frühzeitig erstellen, der volljährig ist. Denn wer durch Krankheit, Unfall oder Pflegebedürftigkeit nicht mehr handlungsfähig ist, braucht jemanden, der für ihn entscheidet. Von Gesetzes wegen gibt es zunächst niemanden, der automatisch einspringen darf: Weder die Eltern, Kinder noch der Ehegatte – und erst recht nicht der unverheiratete Lebenspartner. Diese Lücke wird laut den Rechtsexperten der ARAG mit der Vorsorgevollmacht geschlossen. Der Betroffene benennt eine oder mehrere Personen, die in seinem Namen handeln dürfen. Gesetzliche Vorgaben, wie genau eine Vorsorgevollmacht auszusehen hat, gibt es nicht. Der Spielraum für Formulierungsmöglichkeiten ist damit breit gestreckt. Möglich sind beispielsweise auch Regelungen, wer in welchem Fall oder bei Uneinigkeit entscheiden darf. Um missverständliche Formulierungen zu verhindern, sollte immer ein Fachmann um Hilfe gebeten werden. So ist die Beglaubigte Urkunde, die ein Anwalt oder ein Notar erstellt, immer eine gute Alternative.