Frühgeborene haben als Erwachsene häufiger mentale Erkrankungen

mp Stockholm - Schwedische Forscher stellten einen Bezug zwischen mentaler Erkrankung im Erwachsenenalter und Frühgeburt her.mp Stockholm - Schwedische Forscher stellten einen Bezug zwischen mentaler Erkrankung im Erwachsenenalter und Frühgeburt her.Benjamin Thorn / pixelio.de

Forscher des Karolinska Instituts in Stockholm haben jetzt in einer Studie nachgewiesen, dass Frühgeborene als Erwachsene häufiger an psychischen Erkrankungen leiden. Unter der Leitung von Christina Hultman wurden die Geburtsbescheinigungen von 1,5 Millionen Schweden mit den stationären Behandlungen von psychiatrischen Erkrankungen verglichen. Wie das Deutsche Ärzteblatt in seiner Online-Ausgabe schreibt, stießen die Forscher auf eine eindeutige Verbindung zwischen Frühgeburt und mentalen Erkrankungen. Frühgeborene wurden demnach 2,5 mal häufiger im Erwachsenenalter wegen einer Psychose behandelt. Sie litten dreimal häufiger unter schweren Depressionen. Von manisch-depressiven Erkrankungen waren sie sogar 7,4 mal häufiger betroffen. Auch Essstörungen traten bei extrem Frühgeborenen im späteren Leben öfter auf.