Zuviel Milchfett vermindert die Gehirnaktivität

mp Tübingen - Zuviel Milchfett wirkt sich negativ auf die Gehirnaktivität aus.mp Tübingen - Zuviel Milchfett wirkt sich negativ auf die Gehirnaktivität aus.
Thorben Wengert / pixelio.de

Zu viel tierisches Fett in der Nahrung führt zu einer verlangsamten Gehirnaktivität. Eine von der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen durchgeführte Studie an Mäusen weist nach, dass die erhöhte Aufnahme von Milchfett bei den Tieren die Blutzuckerwerte steigert und zu verminderter Gehirnaktivität führt. Außerdem sind weniger Bewegung und ein geändertes Schlafverhalten die Folge. Überraschend ist, dass der Verzehr der gleichen Menge an Rapsöl keine gesundheitlichen Auswirkungen hat. Die Forscher erklären dies mit dem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren im Milchfett. „Diese übergewichtigen Mäuse zeigen ein reduziertes Bewegungsverhalten, eine Beeinträchtigung der Gehirnaktivität und ein verändertes Schlafmuster. Dahingegen führen ungesättigte Fettsäuren zu keinen Veränderungen im Blutzuckerprofil, obwohl auch diese Mäuse übergewichtig sind. Sie bleiben dennoch körperlich aktiv und haben keinen gestörten Schlaf“, erklärt Forscherin Tina Sartorius. Aber nicht nur bei den Mäusen gab es diese deutlichen Veränderungen. Eine dreimonatige Studie mit Menschen wies ähnliche Effekte nach. Die Studienteilnehmer verzehrten Joghurt, der mit Milchfett oder Rapsöl angereichert war. Veränderungen im Körpergewicht oder beim Blutzucker wie bei den Mäusen konnten nicht nachgewiesen werden. Jedoch war die Gehirnaktivität bei denen, die vermehrt gesättigte Fettsäuren gegessen hatten, reduziert. Betroffen davon waren jene Gehirnregionen, die für das Sättigungsgefühl, das Gedächtnis und das Bewegungsverhalten verantwortlich sind.