Zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten

mp Offenbach - Manche Lebensmittel verursachen unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten.mp Offenbach - Manche Lebensmittel verursachen unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten.
Helene Souza / pixelio.de
Fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker. Was kaum einer weiß ist, dass manche Lebensmittel die Wirkung von Medikamenten ungünstig beeinflussen können. Bei Alkohol ist es wohl noch jedem klar. Doch auch Milch und Obstsaft können unerwünschte Wechselwirkungen verursachen.Beispielsweise wirken einige Antibiotika nicht, wenn sie in Kombination mit Milchprodukten eingenommen werden. Daher sind zwischen dem Genuss von Milch, Joghurt oder Käse und der Einnahme von Antibiotika eine Zeitspanne von mindestens zwei Stunden einzuhalten. Die Antibabypille kann in Verbindung mit Johanniskrautpräparaten nicht wirken. Wer also sicher verhüten möchte, muss auf diesen Wirkstoff verzichten. Vorsicht ist auch geboten, wenn Medikamente zur Blutverdünnung eigennommen werden. Dann sollten Nahrungsmittel, in denen viel Vitamin K enthalten ist gemieden werden. Vitamin K unterstützt nämlich die Blutgerinnung und hebt somit die Wirkung der Arzneien auf. Und Grundsätzlich ist davon abzuraten, Medikamente mit Grapefruit oder Grapefruitsaft einzunehmen. Neben verschiedensten Wechselwirkungen verstärken sie die Wirkung von Blutdrucksenkern. "Gerade Patienten, die erstmalig ein bestimmtes Arzneimittel anwenden, sollten sich in der Apotheke informieren, ob hier besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind", so der stellvertretene Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes, Hans Rudolf Diefenbach.