Zahnvorsorge: Eltern von Kleinkindern zu nachlässig

mp Berlin - Auch die Milchzähne von Kleinkindern sollten vom Zahnarzt kontrolliert werden.mp Berlin - Auch die Milchzähne von Kleinkindern sollten vom Zahnarzt kontrolliert werden.
Rainer Sturm / pixelio.de
Die zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung für Kinder mit Milchzähnen wird in Deutschland von Eltern offenbar sehr lax gehandhabt. Denn zu wenige Mütter und Väter gehen mit ihren Kleinkindern zum Zahnarzt: Nur 31 Prozent der Zweieinhalb- bis Sechsjährigen nehmen an einer Zahnprophylaxe teil. Damit verpassen zwei von drei kleinen Kindern die individuellen Früherkennungsuntersuchungen beim Zahnarzt. Ein Fehler, der später zu weiteren Problemen im Kindergebiss führen kann. Diese aktuellen Zahlen, die die Barmer GEK jetzt in ihrem „Zahnreport 2012“ veröffentlicht hat, sind besorgniserregend. Denn Kinder, deren Zahnschäden am Milchgebiss unbehandelt bleiben, werden später keine gesunden bleibenden Zähne haben. Genau darüber sind sich offenbar nicht alle Eltern im Klaren. „Wir müssen die Akzeptanz der kleinkindlichen Früherkennungsuntersuchung stärken, insbesondere in sozial schwachen Familien und bei alleinerziehenden Müttern“, fordert der Autor der Studie, Thomas Schäfer, vom Hannoveraner Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung. Inzwischen gibt es zahlreiche Zahnärzte, die sich mit bunten, kindgerechten Behandlungszimmern speziell auf die kleinen Patienten eingestellt haben. Zudem wird den Kindern durch eine frühe Heranführung an den Zahnarzt die Angst genommen.