Gesundheit

Wir sehen uns - lieber früher als später!

Die Zahlen der Blinden und Sehbehinderten sind in den vergangenen Jahren in Deutschland erfreulicherweise leicht gesunken - und das obwohl angesichts der Alterung der Gesellschaft eigentlich mit einer Zunahme zur rechnen wäre.

Neue Methoden zur Erkennung und Behandlung von Augenkrankheiten haben dazu beigetragen, aber auch die Patienten, die die Möglichkeiten der Früherkennung nutzen.


Frühwarnsystem Augenarzt


"Augenärzte können durch frühzeitige Untersuchungen und rechtzeitige Behandlungen den Sehverlust meist aufhalten oder gar abwenden", erklärt Augenarzt Dr. Peter Heinz, zweiter Vorsitzender des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands. Gerade die Augenkrankheiten, die in Deutschland für die meisten Erblindungen verantwortlich sind, können Augenärzte oft schon feststellen, bevor die Patienten merken, dass mit ihren Augen etwas nicht stimmt.


Augenprobleme im Alter


Um einem Glaukom (Grüner Star) und der Altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD), rechtzeitig zu begegnen, empfehlen Augenärzte Früherkennungsuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr alle zwei bis drei Jahre, ab dem 60. Lebensjahr ein- bis zweijährlich. Denn beide Krankheiten treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. Diabetiker sollten mindestens einmal pro Jahr zum Augenarzt gehen, um diabetische Augenkrankheiten rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können. In der Woche des Sehens informieren Augenärzte über die häufigsten Augenkrankheiten und wie man ihnen begegnen kann.


Kinder besser früher zum Arzt


Auch für Kinder gilt: Lieber früher als später zur Augenuntersuchung. Spätestens um den dritten Geburtstag herum sollten Kinder augenärztlich untersucht werden, um sicherzustellen, dass keine Augenkrankheiten oder Fehlsichtigkeiten die Entwicklung des Sehvermögens beeinträchtigen.


Woche des Sehens


Gemeinsam machen die Partner der Woche des Sehens (8. bis 15. Oktober) schon seit dem Jahr 2002 mit vielfältigen Aktionen bundesweit auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den so genannten Entwicklungsländern aufmerksam. Getragen wird die Aufklärungskampagne von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird die Woche des Sehens von der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG.

Weitere Informationen unter: www.woche-des-sehens.de