Wintersport: Auf Sicherheit achten

Endlich ist es wieder so weit – die Wintersportsaison hat begonnen. Doch damit das weiße Vergnügen nicht vorzeitig mit Knochenbrüchen und anderen Blessuren endet, sollten einige Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.Der richtige Durchblick – also gutes Sehen – ist eine wesentliche Voraussetzung für eine sichere Abfahrt, denn laut der Auswertungsstelle für Skiunfälle der ARAG Sportversicherung gehen etwa 80 Prozent aller Unfälle ohne Fremdverschulden auf das Konto von Seh- und Wahrnehmungsfehlern. Daher sollten fehlsichtige Skifahrer immer eine Sehhilfe tragen. So sind beispielsweise Kontaktlinsen kombiniert mit einer Skibrille ein optimaler Schutz vor möglichen Gefahren auf der Piste. Aber auch für Normalsichtige sollte die Skibrille zum obligatorischen Outfit gehören. Mit ihren bruchsicheren Scheiben schützt sie vor Fahrtwind, UV-Strahlen und gefährlichen Blendungen. (www.sehenimsport.de) Skifahren verlangt einige Fähigkeiten, die im Alltag nur unzulänglich trainiert werden. Daher ist es ratsam, sich das ganze Jahr über mit Sportarten wie Jogging, Fahrradfahren, Schwimmen oder Inline-Skating fit zu halten. Spätestens aber ein paar Wochen vor dem Skiurlaub sollten bestimmte Muskulaturgruppen wie Gesäß-, Oberschenkel-, Waden- und Hüftmuskulatur ganz gezielt mit spezieller Skigymnastik auf die ungewohnte Belastung bei der Abfahrt vorbereitet werden. Vor Ort sollten Winterurlauber sich nicht gleich am ersten Tag auspowern: Zwei kürzere Streckeneinheiten über den Tag verteilt sind besser, als den ganzen Tag durchzufahren. Ein Ruhetag ist nach spätestens drei Tagen einzulegen, da muskuläre Übermüdung zu Koordinationsproblemen führen und dadurch Unfälle verursachen kann. Auch die Ausrüstung ist vor dem Skiurlaub einem Test zu unterziehen. So sollte die Bindungseinstellung der Skier jährlich vom Fachmann überprüft werden. Auch der Belag und die Stahlkantenschärfe ist zu prüfen und wenn nötig instand zu setzen. Die Sohle der Skischuhe darf nicht abgelaufen oder verschlissen sein, und bei Kindern muss zudem die Größe des Schuhs kontrolliert werden. Aufmerksamkeit gebührt auch dem Skistock, hier müssen Stockspitze, Griffe und Schlaufen in Ordnung sein. Zu einer angemessenen Skikleidung gehören Mütze, Helm, Handschuhe, Sonnencreme sowie die wind- und wasserfeste Oberbekleidung. Unabhängig von der aktuell geführten Diskussion über eine generelle Helmpflicht raten ARAG Experten, die seit vielen Jahren eng mit dem Deutschen Skiverband (DSV) und der Arbeitsgemeinschaft Sicherheit im Sport (ASiS) kooperieren, zum Tragen von Helmen auf der Piste. Nicht nur für Kinder und Jugendliche, für die in Italien schon seit 2005 eine Helmpflicht beim Skifahren besteht, sondern für alle Skifahrer sollte der Helm ein selbstverständlicher Teil der Ausrüstung sein. Denn das Helmtragen kann helfen, die Schwere und Zahl der auftretenden Kopfverletzungen zu reduzieren.