Gesundheit

Wenn der Pilz im Mund kein Champignon ist

mp Neumünster – Mundsoor kann sehr unangenehm und hartnäckig sein.mp Neumünster – Mundsoor kann sehr unangenehm und hartnäckig sein.
Rainer Sturm / pixelio.de
Brennen im Mundraum, ein unangenehmer Geschmack und Schluckbeschwerden - das sind meist die ersten Anzeichen einer Pilzinfektion im Mundraum. Die auch als "Mundsoor" bezeichnete Erkrankung wird durch den Hefepilz Candida albicans verursacht. Dabei zeigen sich auf Zunge und Wangeninnenseiten starke Rötungen mit einem weißen fleckigen Belag. Dieser lässt nur schwer abwischen und zum Teil befinden sich blutige Hautstellen darunter. „Ursachen für die entzündete Mundschleimhaut können beispielsweise eine längere Antibiotika-Einnahme oder ein geschwächtes Immunsystem sein, weswegen gerade ältere Menschen sowie Krebs- und HIV-Patienten öfter betroffen sind. Mundtrockenheit ist ein weiterer Risikofaktor für eine Pilzinfektion. Sie tritt häufig im Rahmen einer Zuckerkrankheit auf, deshalb sind auch Diabetes-Patienten besonders gefährdet. Aber auch bei Säuglingen ist Mundsoor nicht selten, da bei ihnen die Besiedelung der Mundschleimhaut mit gesunden Keimen noch nicht gut ausgebildet ist“, erklärt Dr. Wolfgang Hornberger vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Besteht der Verdacht einer Infektion ist es ratsam, rasch einen Arzt aufzusuchen. Wird die Erkrankung nicht schnellstmöglich behandelt, kann sie sich über den Rachen bis hin die Speiseröhre ausdehnen. Außerdem kann sich der Pilz dann als sehr hartnäckig erweisen und eine langwierige Behandlung nach sich ziehen.