Weniger Salmonellen auf Geflügel nachgewiesen

Salmonellen gehören zu den weit verbreiteten Bakterien auf Lebensmitteln, die schwere Magen-Darm-Infektionen beim Menschen auslösen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat für das Jahr 2010 bei 0,3 Prozent der Herden von Zuchthühnern und 0,2 Prozent der Herden von Masthähnchen bekämpfungsrelevante Salmonellen nachgewiesen. Im Vorjahr lag diese Rate noch bei 0,9 Prozent beziehungsweise 0,4 Prozent. "Damit verstetigt sich der Trend, der sich bereits in den Vorjahren abzeichnete. Immer weniger Geflügelherden sind mit Salmonellen belastet", so BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.Die Proben wurden von den zuständigen Behörden sowie den Lebensmittelunternehmern im Rahmen des EU-weiten Salmonellen-Bekämpfungsprogramm bei mehr als 10 000 Geflügelherden genommen. Das Salmonellen-Bekämpfungsprogramm beinhaltet neben Maßnahmen zum Schutz vor Salmonellen, wie beispielsweise einer Impfpflicht für Legehennenherden auch strenge Regeln für das Futter sowie ein Überwachungsprogramm. Dieses sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten jährlich einen nationalen Bericht über den Anteil an Salmonella-positiven Herden bei Zuchtgeflügel, Legehennen, Masthähnchen sowie Zucht- und Mastputen erstellen, die dieses Jahr erstmalig mit einbezogen wurden. Salmonellen befinden sich entweder in den Organen, im Darm oder auf den Federn der Tiere. Das BfR empfiehlt bei der Zubereitung von Geflügelfleisch grundsätzlich auf eine besonders sorgfältige Küchenhygiene zu achten. Geflügelfleisch sollte nur durcherhitzt verzehrt werden. Bei einer Kerntemperatur von 70 Grad Celsius über zwei Minuten sterben die Krankheitserreger ab. Zudem sollte das Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahrt und zubereitet werden. Messer, Schneidbretter oder Hände, die bei der Zubereitung mit rohem Geflügel in Kontakt kamen, müssen gründlich gereinigt werden, bevor sie mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen.