Gesundheit

Vor Schwerhörigkeit durch zu hohe Lärmbelastung kann man sich schützen.

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wrw / pixelio.de
Vor Schwerhörigkeit durch zu hohe Lärmbelastung kann man sich schützen. Etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland haben Hörprobleme. Fast jeder fünfte Erwachsene braucht sogar ein Hörgerät. Schuld daran sind oft Verkehrs- und Alltagslärm, laute Kopfhörer oder ein hoher Lärmpegel am Arbeitsplatz. Zu laute Geräusche und erhöhte und lang andauernde Geräuschkulissen können die feinen Sinneszellen im Innenohr beschädigen. Ein Prozess, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Dazu reicht schon eine Belastung von 85 Dezibel. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass in einer gut besuchten Kneipe Werte zwischen 88 und 97 Dezibel erreicht werden. Die Lärmbelastung wirkt sich auch negativ auf den gesamten Organismus aus. Dieser reagiert mit der vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen, was zu erhöhten Blutdruck- und Blutfettwerten führt. Doch vor diesen Folgen kann man sich schützen.Dabei ist eine konsequente Lärmvermeidung die beste Maßnahme. So sollte man Musik grundsätzlich nicht zu laut hören und dem Gehör regelmäßige Erholung verschaffen, indem man sich zeitweise an einen ruhigen Ort zurückzieht. Besteht keine Möglichkeit dem Lärm zu entkommen, ist ein Gehörschutz durch Ohrstöpsel oder einen sogenannten Kapselhörschutz angeraten. Das empfiehlt die Deutsche Seniorenliga e.V. "An sehr lauten Orten, aber auch bei lang anhaltendem Lärmpegel, sollte das Tragen von Ohrstöpseln Pflicht sein", meint Prof. Dr. med. Arneborg Ernst, Direktor der HNO-Klinik am Unfallkrankenhaus Berlin.