Vitamin D hilft – aber nicht immer

mp Bochum - Der Körper bildet Vitamin D unter Einfluss des Sonnenlichts.mp Bochum - Der Körper bildet Vitamin D unter Einfluss des Sonnenlichts.
uschi dreiucker / pixelio.de
Sicher ist: Vitamin D schützt Säuglinge vor Rachitis und ältere Menschen vor Osteoporose. Ob das Vitamin auch vor Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes, Multiple Sklerose und Infektionskrankheiten schützen kann, ist fraglich. Laut der amerikanischen Medizin-Fachzeitschrift „Lancet“ gibt es bisher keine Beweise dafür, dass durch die Gabe von Vitamin D das Risiko beispielsweise von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes vermindert wird. Andere aktuelle Studien haben ähnliche Ergebnisse.Professor Dr. med. Helmut Schatz von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) rät daher zu einem „bewussten Umgang mit Vitamin D-Präparaten“. Vitamin D hat nicht nur positive Effekte. Bei chronischer Überdosierung kann es schwere Nebenwirkungen auslösen wie Magersucht, Erbrechen, Bluthochdruck oder Kopfschmerzen. Der Körper bildet das Vitamin unter Einfluss von Sonnenlicht zum überwiegenden Teil selbst, nur ein kleinerer Teil stammt aus der Nahrung.