Viagra hilft bei Hautkrebs

mp Heidelberg - mds-Zellen unterdrücken die krebsspezifische Immunreaktionmp Heidelberg - mds-Zellen unterdrücken die krebsspezifische Immunreaktion
Dr. Alexandra Sevko / Deutsches Krebsforschungszentrum
Bei der Behandlung des schwarzen Hautkrebs, auch Melanom genannt, zeigt Viagra therapeutische Wirkung. Krebserkrankungen regen das Immunsystem an. Mit Hilfe der sogenannten T-Zellen attackiert der Körper den Krebs. Was klingt wie eine gute Abwehrstrategie, wird durch einen parallel verlaufenden Prozess direkt wieder zunichte gemacht. Denn die Tumore lösen gleichzeitig eine chronische Entzündungsreaktion und die Freisetzung bestimmter Immunbotenstoffe aus. Dadurch werden spezielle Immunzellen stimuliert. Man nennt sie mds-Zellen und sie hemmen die Aktivität und das Wachstum der T-Zellen.Mit dem Wirkstoff Sildenafil, besser bekannt unter dem Handelsnamen Viagra, soll dieser Kreislauf durchbrochen werden können. Das zeigten Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg jetzt an krebskranken Mäusen. Demnach neutralisiert die Substanz die Entzündung und verbessert somit die Immunabwehr gegen die Krebszellen. "Das besondere an unserem Forschungsansatz ist, dass die Erkrankung der Mäuse klinisch sehr ähnlich verläuft wie das Melanom beim Menschen. So könnte das Medikament dazu beitragen, schwarzen Hautkrebs erfolgreicher zu behandeln", beschreibt Immunologe Professor Dr. Victor Umansky die medizinische Relevanz seiner Ergebnisse