Verhütungspflaster: größtes Thrombose-Risiko

mp Kopenhagen - Frauen, die mit einem transdermalen Pflaster verhüten, haben im Vergleich zu anderen hormonellen Verhütungsmethoden das höchste Thrombose-Risiko.mp Kopenhagen - Frauen, die mit einem transdermalen Pflaster verhüten, haben im Vergleich zu anderen hormonellen Verhütungsmethoden das höchste Thrombose-Risiko.
Sara Hegewald / pixelio.de
Eine Alternative zur gängigen Verhütungspraxis mit der Pille stellen Vaginalringe, Verhütungspflaster oder Intrauterin-Pessare dar. In der Vergangenheit wurde vor allem das Thrombose-Risiko der Anti-Baby-Pille untersucht. Doch offensichtlich haben Verhütungspflaster und Vaginalringe ein sehr viel höheres Potenzial Thrombosen auszulösen. Durch sie kommen teils größere Mengen Hormone in die Blutbahn, als nach oraler Einnahme der Anti-Baby-Pille. Øjvind Lidegaard, Gynäkologe an der dänischen Universität Kopenhagen und sein Team haben nun in einer groß angelegten Studie herausgefunden, dass das Risiko einer Thrombose für die Frauen mit Verhütungspflastern – sogenannten transdermalen Pflastern – am höchsten ist. Wie das British Medical Journal berichtet, kommt es offenbar darauf an, in welcher Form die Hormone dem Körper zugeführt werden. Daten von über 9,5 Millionen dänischen Frauen wurden für diese Studie ausgewertet. Bei solchen, die orale Verhütungsmittel wie die Pille anwenden, stellten die Wissenschaftler ein ungefähr doppelt bis dreimal so hohes Thrombose-Risiko fest, wie bei denen, die gar keine hormonellen Verhütungsmittel nehmen. Für Vaginalringe ermittelte Lidegaard ein mehr als dreimal so hohes Risiko und bei transdermalen Pflastern war es sogar fünfmal höher. Am besten schnitten subkutane Implantate und Intrauterin-Pessare ab. Bei den Implantaten war das Risiko nur leicht erhöht; für Intrauterin-Pessare lag es am niedrigsten.