Verbesserter Krankheitsverlauf durch Schmerztherapie

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AOK-Mediendienst
Schmerzmittel ersparen den Patienten viel Leid und verbessern deutlich die Rehabilitation. Unfälle, Knochenbrüche und Operationen sind häufig mit starken Schmerzen verbunden. Eine effektive und konsequente Schmerztherapie macht es für die Patienten erträglicher und verringert mögliche Komplikationen. Darüber hinaus verhindert sie, dass die Schmerzen chronisch werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Wahl des Schmerzmittels und die Dosierung bestens auf die Schmerzstärke abgestimmt ist. Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelte Stufenschema kann hier als Anhaltspunkt dienen. Es sieht in der ersten Stufe die leichten, in der zweiten Stufe die schwachen und in der dritten Stufe die stark wirkenden Medikamente vor. Sobald eine Stufe nicht mehr geeignet ist, um den Schmerz ausreichend zu lindern, wird die nächsthöhere eingesetzt.Nach Unfällen oder wenn die Schmerzen besonders stark sind, benötigen die Patienten oft sofort eine maximale Versorgung. "Wir drehen in akuten Fällen oder bei starken Schmerzen das WHO-Stufenschema um, da es weder medizinisch sinnvoll ist, noch wir ausreichend Zeit haben, uns langsam zum geeigneten Medikament vorzutasten", erläutert Dr. med. Cordelia Schott, Fachärztin für Orthopädie, die sich auf die Schmerztherapie spezialisiert hat.Eine Möglichkeit die Schmerzmitteldosis individuell zu steuern, ist die sogenannte Patientenkontrollierte Analgesie. Hier werden die Patienten über eine Infusionspumpe mit einer Basismenge an Schmerzmitteln versorgt und können selbst die Dosis nach Bedarf erhöhen. Diese Methode muss allerdings intensivmedizinisch überwacht werden und ist daher nur stationär möglich.Schmerzmittel machen dem Patienten nicht nur sein Leid erträglicher. Sie helfen auch, ihn für die weitere Behandlung vorzubereiten. "Nur ein schmerzarmer Patient wird nach Operationen oder Unfällen aktiv in der Physiotherapie mitarbeiten, was Voraussetzung für ein optimales Behandlungsergebnis ist", betont Prof. Dr. Tim Pohlemann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.