Gesundheit

Ultraschall ungeeignet für Eierstockkrebs-Diagnose

mp Berlin - Muss von Frauen selbst bezahlt werden: Die Ultraschalluntersuchung für die Früherkennung von Eierstockkrebs.mp Berlin - Muss von Frauen selbst bezahlt werden: Die Ultraschalluntersuchung für die Früherkennung von Eierstockkrebs.
Benjamin Thorn / pixelio.de
Eierstockkrebs verursacht anfangs meist keine Beschwerden. Mit der Ultraschalldiagnose hofft der Arzt dennoch, Tumore bei beschwerdefreien Frauen in einem möglichst frühen Stadium zu finden. Dann ist der Krebs oft noch gut zu behandeln, oder vielleicht sogar heilbar. Im günstigsten Fall trägt die Früherkennung also dazu bei, dass weniger Frauen an Eierstockkrebs sterben. Aus Sicht der Wissenschaft ist diese Hoffnung aber leider unberechtigt. Denn eine im letzten Jahr groß angelegte Untersuchung mehrerer wissenschaftlicher Studien durch das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat ergeben, dass die Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung nicht geeignet ist. Sie sei zu ungenau, was dazu führe, dass viele Frauen offenbar unnötig operiert würden. Die Untersuchung des DIMDI zeigt, dass Krebs im Frühstadium mit dem Eierstock-Ultraschall nicht häufiger festgestellt wird als ohne diese Untersuchung. Die Wissenschaftler fanden auch keinen Beleg dafür, dass eine frühe Behandlung die Sterblichkeit senken kann, oder mit einer höheren Lebensqualität einhergeht.