Typ-2-Diabetes: Das große Problem mit den kleinen Patienten

mp Philadelphia - Übergewichtige Jugendliche sind häufiger diabetesgefährdet.mp Philadelphia - Übergewichtige Jugendliche sind häufiger diabetesgefährdet.
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In Amerika gibt es bei Kindern und Jugendlichen mittlerweile mehr Diabetes Erkrankungen vom Typ 2 als solche vom Typ 1. Es wird angenommen, dass der Diabetes vom Typ 2 stark mit schlechten Essgewohnheiten bei gleichzeitigem Bewegungsmangel korreliert. Laut Dr. Terri H. Lipman von der Universität in Philadelphia ist es offensichtlich, dass die sprunghaft angestiegene Zahl der Typ-2-Diabetes Erkrankungen im Jugendalter in Amerika mit der Tendenz zu starkem Übergewicht zusammenhängen. Dies wiederum ist nach Meinung des amerikanischen Wissenschaftlers ein vorrangig sozioökonimisches Problem. So zeigen Analysen der Krankendaten, dass es seit den 1990er Jahren eine Häufung der Zuckererkrankung vor allem bei Schwarzen und Hispano-Amerikanern aus den untersten Einkommenschichten gibt.Ein Ausbruch des Typ-2-Diabetes im Jugendalter zieht in jeder Hinsicht weitreichende negative Folgen nach sich. Die Gefahr schwerwiegender Begleiterkrankungen ist enorm groß.Fatal ist, dass ein bereits etablierter Diabetes vom Typ 2 gerade im Jugendalter fast nicht zu therapieren ist. In einer Studie mit 699 übergewichtigen Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren wurden die Erfolge von drei Therapieformen überprüft. Es stellte sich heraus, dass nur eine Kombination zweier Therapeutika zu mäßigem Erfolg in der Behandlung führte. Eine nachträgliche Diät, wie sonst bei diesem Diabetes-Typ üblich, zeigte bei den Jugendlichen wenig positive Auswirkungen auf das Krankheitsbild.Damit rückt die Prävention stark in den Vordergrund. Forscher, Ärzte und Kommunen müssen laut Dr. Terri H. Lipman diesbezüglich eine bessere Grundlage zur Vorsorge erarbeiten. Die Problematik ist im übrigen nicht nur auf Amerika beschränkt. Auch in Deutschland gibt es eine wachsende Zahl von an Typ- 2- Diabetes erkrankten Jugendlichen.