Trockene Augen durch Rheuma können zur Erblindung führen

mp Berlin - Entzündung im Inneren des Auges betreffen vor allem jüngere Menschen. Sie können Symptom einer rheumatischen Erkrankung sein und unbehandelt zu Erblindung führen.mp Berlin - Entzündung im Inneren des Auges betreffen vor allem jüngere Menschen. Sie können Symptom einer rheumatischen Erkrankung sein und unbehandelt zu Erblindung führen.
Sokaeiko / pixelio.de

Alle Strukturen am Auge können von den entzündlichen Prozessen einer rheumatischen Erkrankungen beeinträchtigt werden. Eine häufigere Folge ist die des trockenen Auges. Durch die entzündlichen Prozesse im Körper bilden die Tränendrüsen weniger Tränenflüssigkeit. Im Auge entsteht ein unangenehmes Gefühl wie Sandreiben, verbunden mit stechenden Schmerzen. Augenrötungen und Augenentzündungen kommen hinzu. Die gefährlichere Begleiterscheinung ist die Uveitis, die Entzündung der Gefäßhaut des Auges. Sie ist die zweithäufigste Ursache für Erblindungen bei Menschen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland. Darauf weist jetzt Professor Uwe Pleyer von der Charité Augenklinik, Berlin, in einer Veröffentlichung in der Ärzte Zeitung hin. Sind die Augen länger als 48 Stunden gerötet, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden, rät der Professor. Denn die Symptome im Auge könnten ein Leitsymptom einer rheumatischen Krankheit sein, so der Experte. Er weist darauf hin, dass solche Entzündungen, die eher das Innere des Auges betreffen, vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen auftreten. Die Symptome der Entzündung reichen von Blendempfindlichkeit bis hin zu Schmerzen und unscharfem Sehen. Ist die Uveitis erst einmal chronisch, kann sie gravierende Folgen bis hin zur Erblindung haben. Dabei reichen bei einer akuten Uveitis oft erst einmal Kortison-Augentropfen aus. Je nach Schweregrad kann der Arzt das Kortison auch unter die Bindehaut oder hinter das Auge spritzen.