Strahlenbelastung bei Übergewichtigen

mp New York - Radiologen erhöhen bei Adipösen oft die Strahlendosis, um kontrastreiche Röntgenbilder zu erhalten.mp New York - Radiologen erhöhen bei Adipösen oft die Strahlendosis, um kontrastreiche Röntgenbilder zu erhalten.Karl-Heinz Peters / pixelio.de

Radiologen erhöhen bei adipösen Patienten häufiger die Röntgenspannung, um bessere Aufnahmen zu erzielen. Der Grund: Durch das Fettgewebe legen die Photonen der Röntgenstrahlen eine längere Strecke zurück. Dadurch wird das Röntgenbild unschärfer und die Diagnose schwieriger. Um eine kontrastreiche Aufnahme zu bekommen, muss dann die Röntgenspannung erhöht werden. Besonders häufig geschieht das bei Aufnahmen durch Computertomografie des Bauchs und des Beckens, da sich hier die größten Fettmassen befinden. Das ergab jetzt laut aerzteblatt.de eine amerikanische Studie von X. George Xu vom Rensselaer Polytechnic Institute im US-Staat New York. Auch wenn die Röntgenspannung nur wenig erhöht werde, erhöhe sich die Strahlenbelastung erheblich, so Xu. Für die Organe im Strahlenfeld, etwa dem Magen, ermittelte Xu einen Anstieg der Strahlendosis um 56 Prozent. Die Organe außerhalb des Strahlenfeldes, beispielsweise die Schilddrüse, bekamen sogar 62 Prozent mehr Streustrahlung ab. Der Forscher arbeitet jetzt an einer Lösung, die es Radiologen erlaubt, eine geringere Dosis für eine kontrastreiche Darstellung zu ermitteln.