Stimmungsabfall in der dunklen Jahreszeit

mp Krefeld - Spaziergänge helfen auch bei bewölktem Himmelmp Krefeld - Spaziergänge helfen auch bei bewölktem Himmel
Rolf Handke / pixelio.de
Stimmungstiefs im Herbst und Winter sind nicht immer harmlos. Es kann sich auch um Anfänge einer behandlungsbedürftigen Depression handeln.Leichter Stimmungsabfall in der dunklen Jahreszeit ist nicht ungewöhnlich. Die als Winterblues bezeichnete Erscheinung wird durch die mangelnde Sonneneinstrahlung in diesen Monaten verursacht. Ein erhöhtes Schlafbedürfnis, Heißhunger und Gewichtszunahme sind typische Begleiterscheinungen. Doch kann mit Spaziergängen bei Tageslicht das Befinden nachhaltig verbessert werden. "Mit Beginn der dunklen Jahreszeit sollte man daher auf eine ausreichende UV-Lichteinwirkung achten, um einer saisonalen Depression vorzubeugen. Bereits ein einstündiger Aufenthalt oder Spaziergang im Tageslicht kann dem Phänomen spürbar entgegenwirken, auch wenn der Himmel bedeckt ist", rät Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband deutscher Nervenärzte in Krefeld. Fast jeder vierte Deutsche ist davon betroffen, doch erreichen die Symptome selten Krankheitswert.Im Gegensatz zu der sogenannten saisonalen Depression äußert sich eine krankhafte Depression meist durch Antriebsmangel in Verbindung mit Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Die Betroffenen sind oft nicht mehr in der Lage, die Anforderungen des Alltags mühelos zu bewältigen. In schweren Fällen besteht sogar die Gefahr eines Suizids.Je nach Verlauf und Schwere ist dann therapeutische Hilfe dringend angezeigt. Im Zweifelsfall sollte immer ein Facharzt aufgesucht werden, der die endgültige Diagnose stellt.