Gesundheit

Sterben im Winter

mp Hamburg - Im Winter sind die höchsten Sterberaten zu verzeichnen.mp Hamburg - Im Winter sind die höchsten Sterberaten zu verzeichnen.
CFalk /pixelio.de

Mit dem Winter kommt der Tod. Was so düster anmutet, belegen die Daten des Statistischen Bundesamtes. Danach sterben im Winter monatlich fast 10.000 Menschen mehr als während der übrigen Jahreszeiten. Die Hauptursache ist in den extremen Wetterlagen zu sehen. Sie erhöhen das Herzinfarktrisiko und begünstigen Atemwegserkrankungen. Zudem ist der Organismus im Winter generell etwas geschwächt. Für Menschen mit Vorerkrankungen bedeutet das dann häufig den Tod. Die Zahl der Verkehrstoten ist dagegen, trotz gegenteiliger Annahmen, eher geringer. Die Unfallstatistiken schnellen bei Schnee und Eis zwar in die Höhe, doch meist handelt es sich um Blechschäden. Denn bei glattem Wetter wird in der Regel weniger und vor allem vorsichtiger gefahren.Ein weiterer Faktor für die hohen Sterberaten im Winter ist die emotionale Verfassung der Menschen. Gerade nach Weihnachten fühlen sich viele ältere Menschen allein und verlieren den Lebensmut. Das wirkt sich auch auf die Gesundheit und den Allgemeinzustand aus. Wie die extremen Wetterlagen können dann auch diese Gefühlslagen für einen ohnehin schon geschwächten Körper tödlich sein. Auswirkungen auf die Selbstmordrate, was auch häufig angenommen wird, haben die Jahreszeiten jedoch nicht. Generell spielen die nicht natürlichen Todesursachen im Vergleich zu Erkrankungen eine untergeordnete Rolle. Liegt ihr Anteil gerade mal bei 3,9 Prozent aller Todesfälle.