Sport hilft bei Kopfschmerz und Migräne

mp Kiel - Walken und Joggen mindern Migränetage und Kopfschmerzstundenmp Kiel - Walken und Joggen mindern Migränetage und Kopfschmerzstunden
Maria Lanznaster / pixelio.de

Sportliche Betätigung wirkt sich deutlich positiv auf die Stärke, die Häufigkeit und die Dauer einzelner Migräneattacken von Betroffenen aus. In einer Studie am Universitätsklinikum Kiel mit Unterstützung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) wurde die Wirkung von Jogging und Walking auf Migräne verglichen. Das Walken wurde dabei als moderate Bewegungsart gewählt, weil es mit den Patienten zwar eine Aktivität, aber keine Leistungssteigerung im Sinne eines Fitnesslevel-Anstiegs erreicht. Das Ansteigen des Fitnesslevels hatte sich in Vorstudien als maßgeblich für den Erfolg von Sport bei Migräne erwiesen. Von insgesamt 52 Patienten hielten 28 den Trainingsplan - drei Mal die Woche für 30 Minuten - über den gesamten Zeitraum von zehn Wochen durch. Bei diesen Patienten zeigte sich am Ende der Studie, dass die Migränetage in der Jogginggruppe um 17,2 Prozent und die Kopfschmerzstunden um 21,8 Prozent pro Monat zurückgingen. In der Walkinggruppe kam es durch die moderate Bewegung zu durchschnittlich 1,3 Attacken pro Monat weniger.Die Wissenschaftler beobachteten während der Untersuchung die Entwicklung der Migränesymptome acht Wochen vor und nach dem Training bei Patienten, die durchschnittlich bereits seit 20 Jahren erkrankt waren. In beiden Gruppen, den Joggern und den Walkern, zeigte sich gleichermaßen, dass sich Sport bei der Migräneerkrankung positiv auswirkt. Walking scheint dabei die Reduzierung der Attackenanzahl besonders positiv zu beeinflussen.