Späte Frühgeborene: Entwicklungsstörungen sind häufig die Folge

mp Heidelberg - Die Entwicklung von späten Frühgeborenen geht mit einem erhöhten Zeit- und Förderaufwand einher.mp Heidelberg - Die Entwicklung von späten Frühgeborenen geht mit einem erhöhten Zeit- und Förderaufwand einher.
Benjamin Thorn /pixelio.de

Jede Schwangerschaftswoche zählt. Kommt ein Kind vor dem regulären Termin zur Welt, ist mit Entwicklungsverzögerungen zu rechnen. Kinder, die zwischen der 34. und 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, werden als Späte Frühgeborene (Late Preterm LP) bezeichnet. Lange Zeit wurde ihnen keine besondere Beachtung geschenkt, bis sich jetzt eine Heidelberger Forschergruppe intensiv mit der Entwicklung dieser Kinder befasst hat. Verglichen wurde die Schullaufbahn von 33 Frühgeborenen und 41 Termingeborenen im Alter von 17 Jahren.Dabei zeigen sich unter den LP deutlich verlängerte Schullaufbahnen, Tendenzen zu niedrigeren Abschlüssen und ein stark erhöhter Umfang an medizinisch verordneten Fördermaßnahmen. Offensichtliche schwere kognitive, also das Lernen und Denken betreffende Entwicklungsstörungen treten bei den späten Frühchen nicht auf. Auch haben sie gute Chancen auf eine normale Langzeitentwicklung. Diese geht jedoch mit einem erhöhten Zeit- und Förderaufwand einher.