Sicherheit beim Lebensmittelkauf im Internet soll verbessert werden

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Vorsicht ist beim Einkauf von Lebensmitteln im Internet geboten. Die angebotenen Produkte entsprechen oft nicht den gesetzlich festgelegten Mindestanforderungen. Zu hohe Schadstoffbelastungen und zweifelhafte Inhaltsstoffe sind an der Tagesordnung.Jeder, der mit Lebensmitteln handelt, muss sich amtlichen Kontrollen unterziehen. Per Gesetz gilt das natürlich auch für Anbieter im Internet. Doch nicht jeder Händler meldet sein Unternehmen ordnungsgemäß an. Ob aus Unwissenheit oder mit Vorsatz ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Den Behörden ist daher oft gar nicht bekannt, wer überhaupt mit Lebensmitteln handelt. Manche Unternehmer betätigen sich nur als Zwischenhändler und kommen selbst nicht mit der Ware in Kontakt. Bei ihnen gibt es auch für die Lebensmittelkontrolleure nichts zu prüfen. Andere Direktvertriebler haben ihren Firmensitz im Ausland. Hier erschweren insbesondere abweichende Gesetzgebungen die Verfolgung von Verstößen gegen das deutsche Lebensmittelrecht.Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erarbeitet gemeinsam mit den Bundesländern Lösungsstrategien zur Kontrolle des Onlinehandels. Mittels einer automatisierten Recherche-Software sollen alle Lebensmittelhändler im Netz ausfindig gemacht werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Vertrieb von risikobehafteten Lebensmitteln. Untersuchungen haben gezeigt, dass im Internet häufig Lebensmittel angeboten werden, die gegen rechtliche Bestimmungen verstoßen. Zum einen, weil sie gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, zum anderen, weil sie mit irreführenden Angaben versehen sind. Hier zeigt sich, dass eine Verbesserung der Kontrollen durchaus nötig ist.