Schwindel

mp Marburg - Schwindel ist für die Betroffenen sehr unangenehm. Manchmal sind kleine Kristalle im Innenohr der Auslöser.mp Marburg - Schwindel ist für die Betroffenen sehr unangenehm. Manchmal sind kleine Kristalle im Innenohr der Auslöser.
Benjamin Thorn / pixelio.de

Schwindel ist nach Kopfschmerzen das zweithäufigste Symptom in der Neurologie und HNO-Heilkunde. Die meisten Ursachen für Schwindel haben eine gutartige Ursache und lassen sich erfolgreich therapieren. Die Betroffenen nehmen Schwindel meist als Drehen oder Schwanken wahr. Er tritt als kurze Attacke, aber auch als Dauerschwindel auf. Um die sehr unterschiedlichen Krankheitsursachen abzuklären, ist eine Untersuchung durch einen Neurologen oder HNO-Arzt ratsam. Er kann die Art des Schwindels, die Dauer und mögliche Auslöser oder Verstärker klären. Die häufigste Form des Schwindels ist der so genannte "benigne (ungefährliche) periphere Lagerungsschwindel". Er wird durch Ablagerungen kleiner Kristalle in einem der Bogengänge im Innenohr verursacht. „Betroffene leiden unter kurzen Drehschwindelattacken, die oft von Übelkeit begleitet sind. Ausgelöst werden diese Symptome typischerweise durch Kopf- oder Körperlageänderung, wie etwa Umdrehen im Bett“, schildert Dr. Andreas Schepermann, Leiter des Schwindelzentrums an der Universität München. Durch ein gezieltes Bewegen von Kopf und Körper des Patienten kann der Bogengang von den Kristallen „befreit“ und der Patient beschwerdefrei werden. Bei anderen Schwindelformen, wie dem Morbus Menière, der mit Ohrgeräuschen und Hörminderung einhergeht, führt eine medikamentöse Therapie zur Besserung. „Einige Menschen erleben Schwankschwindel in bestimmten Situationen, die bei ihnen Angst auslösen, wie beispielsweise in Kaufhäusern. In diesem Fall kann dem Patienten eine Verhaltenstherapie helfen“, empfiehlt der Münchner Neurologe.