Schlaganfall bei Depressionen

mp Düsseldorf - Vaskuläre Depressionen können einem Schlaganfall vorausgehen.mp Düsseldorf - Vaskuläre Depressionen können einem Schlaganfall vorausgehen.Petra Bork / pixelio.de

Die vaskuläre Depression ist eine depressive Erkrankung, die mit offensichtlichen Veränderungen der zerebralen Durchblutungsfunktionen einhergeht. Häufig tritt sie im Zusammenhang mit Schlaganfällen auf. Bislang jedoch wurde der Fokus auf die psychischen Veränderungen in der Zeit nach einem Schlaganfall gerichtet. Nun scheinen Studien zu zeigen, dass die durch Gefäßveränderungen bedingte Depression auch einem Schlaganfall vorausgehen kann. Auffällig ist, dass die oben genannten Krankheitsbilder mit einem erhöhten Homocystein- Spiegel einhergehen. Homocystein ist eine körpereigene Aminosäure, die unter normalen Umständen ausreichend abgebaut wird. Funktioniert allerdings dieser Stoffwechselprozess nicht richtig, kann sie sich anreichern und die Gefäßwände schädigen. Geschädigte Gefäße wiederum gehören zum Krankheitsbild von vaskulärer Depression und Schlaganfall.Studien zeigten, dass eine Gabe von B- Vitaminen und Folsäure den Homocystein- Spiegel senken kann und damit das Schlaganfall- Risiko vermindert wird. Auch eine positive Auswirkung der Substitution auf das vaskulär depressive Geschehen und eine nach dem Schlaganfall auftretende Depression wird angenommen.