Rote Karte dem Schlaganfall

©Aufklärungskampagne "Rote Karte dem Schlaganfall"

Jedes Jahr erleiden knapp 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache hierzulande. Das Tückische am Schlaganfall ist, dass er kaum vorhersagbar ist.

Im Rahmen der Aufklärungskampagne "Rote Karte dem Schlaganfall" erschien dieser Tage die Broschüre Gegenangriff - Prävention für Vorhofflimmer-Patienten.

Es ist die dritte aus einer Reihe regelmäßig erscheinender Broschüren der Kampagne. Nachdem die erste und zweite Broschüre über Möglichkeiten zur Vorbeugung und die Ursachen des Schlaganfalls aufklärten, können sich die Leser nun gezielt über das Vorhofflimmern informieren.

Etwa 20 Prozent der jährlich knapp 270.000 Schlaganfälle sind auf diese häufige Erkrankung zurück zu führen. Die komplexen medizinischen Abläufe und Zusammenhänge werden gut verständlich dargestellt.

Vorbeugen ist möglich



Experten sind sich einig, dass rund 70 Prozent aller Schlaganfälle durch rechtzeitiges Vorbeugen mit einem gesunden Lebensstil, einer ausgewogenen Ernährung und genügend Bewegung vermieden werden könnten. Diese Tatsache ist viel zu wenigen bekannt. Die Kampagne "Rote Karte dem Schlaganfall" möchte hier ansetzen und für Aufklärung sorgen.

Ein ungesunder Lebensstil steht oftmals am Anfang einer Ereigniskette, an deren Ende ein Schlaganfall stehen kann: So werden zum Beispiel hohe Blutfettwerte oder Diabetes durch ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung begünstigt. Hierdurch wird wiederum das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln erhöht. Sie können über den Blutkreislauf zum Gehirn transportiert werden, sich dort in den feinen Adern festsetzen, sie verstopfen und ein Schlaganfall tritt ein. In der Folge wird die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr unterbrochen und das empfindliche Gewebe im Gehirn stirbt nach und nach unwiederbringlich ab.

Es ist nicht immer der Lebensstil



Die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, wird durch bestimmte Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Vorhofflimmern, deutlich erhöht. Im Umgang mit solchen Risikofaktoren reicht ein gesunder Lebensstil und ausreichende Bewegung häufig nicht aus, sodass eine zusätzliche medikamentöse Behandlung notwendig wird.

So wird etwa jeder fünfte Schlaganfall durch Vorhofflimmern ausgelöst und nimmt meist einen besonders schweren Verlauf, erläuterte Kardiologe Dr. Thomas Schramm bereits während der Pressekonferenz zum Auftakt der Kampagne "Rote Karte dem Schlaganfall", im Frühjahr dieses Jahres.

Während des Vorhofflimmerns kann das Blut im Herz nur noch eingeschränkt zirkulieren, wodurch begünstigt wird, dass sich im sogenannten Vorhofohr Blutgerinnsel bilden können. Diese Gerinnsel können über die Blutbahn in Richtung Gehirn transportiert werden und einen Schlaganfall auslösen.
Daher ist es wichtig, schon die Entstehung von Blutgerinnseln zu vermeiden. Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten, dem Schlaganfall-Risiko bei Vorhofflimmern zu begegnen.

Mit sogenannten oralen Antikoagulanzien, wie z.B. mit einem direkten Faktor-Xa-Hemmer, gelingt die Einstellung nach Einschätzung des Kölner Kardiologen Dr. Schramm heute wesentlich unkomplizierter als mit herkömmlichen Vitamin-K-Antagonisten.

Schirmherr Michael Ballack



Michael Ballack möchte als Schirmherr der Aufklärungskampagne "Rote Karte dem Schlaganfall" eine möglichst breite Öffentlichkeit erreichen. Für ihn ist es eine Herzensangelegenheit: Schon in jungen Jahren musste er sich mit dem Thema Schlaganfall auseinandersetzen. "Als ich gefragt wurde, eine Kampagne zur Schlaganfallvorbeugung zu unterstützen, fiel mir die Entscheidung deshalb nicht schwer", so Ballack im Interview.

Der Initiator der Kampagne, Bayer HealthCare Deutschland, rief die Kampagne ins Leben um über Risiken aufzuklären und so der stetig steigenden Zahl von Schlaganfällen entgegenzuwirken. Kooperationspartner der Kampagne sind die Deutsche Sporthochschule Köln und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Aktive Vorbeugung



Daher wurden von der Deutschen Sporthochschule Köln spezielle Übungen entwickelt, die helfen können, das Schlaganfall-Risiko zu senken. Michael Ballack zeigt auf einem Übungsposter, einer DVD und auch in der Broschüre „Anstoß - Bewegung hilft“, wie es gemacht wird. Alle Übungen sind so konzipiert, dass sie auch für etwas Ältere oder weniger Sportliche gut ausführbar sind.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rote-karte-dem-schlaganfall.de. Die komplett neu gestaltete Kampagnen-Website bietet neben umfangreichen Informationen zum Thema Schlaganfall jede Menge Extras und Services. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, sich direkt online zu einer der deutschlandweit stattfindenden, hochkarätig besetzten Informationsveranstaltungen anzumelden.

Die Broschüren sowie das Übungsposter, die Bewegungs-DVD und die Autogrammkarte von Michael Ballack können kostenfrei bestellt werden: Rote Karte dem Schlaganfall, Postfach 190245, 40112 Düsseldorf oder infomaterial@rote-karte-dem-schlaganfall.de