Risikofaktor Bluthochdruck - Deutsche Herzstiftung informiert

Bluthochdruck ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit und der wichtigste Risikofaktor für den Schlaganfall. In Deutschland erleiden jährlich rund 250 000 Menschen einen Schlaganfall mit oft katastrophalen Folgen für die Betroffenen. Um viele tausend Menschen vor den Gefahren eines unbehandelten Bluthochdrucks zu bewahren, veranstaltet die Deutsche Herzstiftung vom 1. bis 30. November die bundesweiten Herzwochen zum Thema "Herz unter Druck". Ziel der Aktionswochen ist es, die Öffentlichkeit für die Gefahren des Bluthochdrucks und für die Wichtigkeit der regelmäßigen Blutdruckmessung zu sensibilisieren. Experten informieren über den Umgang mit Bluthochdruck, den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie.Millionen Männer und Frauen kennen ihren Blutdruck überhaupt nicht, weil sie ihn nicht messen lassen. Bluthochdruck hat die tückische Eigenschaft, dass er jahrelang keine Beschwerden verursacht und deshalb unbehandelt bleibt. Daher laufen viele Menschen Gefahr, infolge eines unerwarteten Schlaganfalls schwerwiegenden Schädigung von Gehirn, Herz, Niere und Augen zu erleiden. "Vielen ist nicht klar, dass man von einem normalen oder niedrigen Blutdruck in jungen und mittleren Jahren mit zunehmendem Alter in einen Hochdruck hineinwächst", erläutert der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz. Blutdruck steigt nämlich mit dem Alter an, unter anderem weil die Gefäße ihre Elastizität verlieren. Ab 60 Jahre hat jeder Zweite einen zu hohen Blutdruck, bei Menschen im hohen Alter sind es 80 Prozent und mehr.Ab einem Alter von 40 Jahren sollte jährlich mindestens einmal der Blutdruck gemessen werden, ab 50 Jahren halbjährlich. Tritt Bluthochdruck in der Familie bei Geschwistern, Eltern oder Großeltern auf, sollte ab 30 Jahren oder sogar früher der Blutdruck jährlich gemessen werden. Während einer Schwangerschaft ist die Blutdruckmessung wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind.