Risiko einer Frühgeburt durch Parodontitis 7,5 fach erhöht

Das Risiko einer Frühgeburt ist durch Parodontitis, einer bakteriellen Entzündung des Zahnhalteapparates, um das 7,5-fache erhöht. Dies belegen laut Dr. Richard J. Meissen, Ärztlicher Direktor der Duisburger Kaiserberg Klinik, aktuelle Untersuchungen. "Ein rechtzeitiges Erkennen der Parodontitis ist deshalb für Schwangere, aber auch für Frauen mit Kinderwunsch von enormer Wichtigkeit", so Meissen. Zur Prophylaxe bietet die Kaiserberg Klinik ein neues Testverfahren an: Mit dem sogenannten aMMP-8-Test wird ein Enzym gemessen, das der Körper im Falle einer Parodontitis aktiviert, lange bevor Schäden sichtbar sind. "Beim aMMP8-Test wird mit einem saugfähigen Teststreifen eine geringe Menge Flüssigkeit aus der Zahnfleischtasche entnommen", erklärt Dr. Meissen. Der Teststreifen wird anschließend an das Dentagnostics-Labor in Jena zur Auswertung geschickt, um das aMMP-8 Enzym zu ermitteln, das Abbauprozesse im parodontalen Gewebe frühzeitig anzeigt. Ein hoher Wert des Enzyms weist nicht nur auf eine aktive Entzündung hin, es kann auch die Kollagenfasern in der Fruchtblase zerstören und den Geburtsvorgang verfrüht einleiten. Der aMMP-8-Test ist absolut schmerzfrei. Im Vergleich zur herkömmlichen Untersuchungsmethode, bei der die Parodontitis erst bei sichtbaren Schäden festgestellt werden kann, sollen mit dem aMMP-8-Testverfahren Abbauprozesse erkannt werden, bevor Schäden überhaupt sichtbar sind. Der Test sollte laut Dr. Meissen bereits bei bestehendem Kinderwunsch durchgeführt werden. In der Schwangerschaft ist er zwischen der 15. und 18. sowie zwischen der 25. und 30. Woche empfehlenswert. Die Kosten für den Test liegen bei etwa 120 Euro. (www.kaiserberg-klinik.de)