Raucher mit erhöhtem Arthritis-Risiko

mp Bonn - Rheumatoide Arthritis kommt bei Rauchern häufiger vor.mp Bonn - Rheumatoide Arthritis kommt bei Rauchern häufiger vor.
Dagmar Zechel / pixelio.de

Ein erstes Warnzeichen für Rheumatoide Arthritis (RA) können über Wochen schmerzende Finger und Hände sein. Die Erkrankung muss behandelt werden. Ohne Behandlung führt sie zu einer fortschreitenden und dauerhaften Zerstörung der Gelenke. RA ist nicht heilbar, aber kann durch Medikamente verlangsamt oder gestoppt werden. Diese wirken besser, wenn der Patient Nichtraucher ist. Professor Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga in Bonn, verweist auf eine US-Studie mit rund 370 000 Frauen, die länger als 20 Jahre mindestens 25 Zigaretten am Tag geraucht hatten. Bei ihnen wurde ein deutlich höheres Risiko festgestellt, an einer Rheumatoiden Arthritis zu erkranken als bei Nichtraucherinnen. Dabei war die Dauer des Rauchens entscheidend, nicht die täglich gerauchte Menge. Studien aus England wiesen nach, dass starke Raucher ein 13-fach erhöhtes Risiko gegenüber Nichtrauchern zeigen. Auch das Deutsche Rheumaforschungszentrum, Berlin, bestätigt: Raucher haben intensivere Schmerzen und sie brauchen deutlich mehr und stärkere Rheuma-Medikamente. Erst nach zehn Jahren Nikotinverzicht hat der Raucher sein Risiko auf das eines Nichtrauchers reduziert.