Pflege - Leben in Gemeinschaft

mp Köln - Immer mehr ältere Menschen sind künftig auf Betreuung in Altenheimen angewiesen.mp Köln - Immer mehr ältere Menschen sind künftig auf Betreuung in Altenheimen angewiesen.
AOK-Mediendienst

Wie sollen Alten- und Pflegeheime in Zukunft gestaltet werden? Impulse für die künftige Entwicklung gibt das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Die Menschen werden immer älter. Damit steigt auch der Bedarf an Alten- und Pflegeheimen. Das Konzept der so genannten KDA-Quartiershäuser gibt Anregungen, wie Pflegebedürftigen in diesen Einrichtungen ein würdiges Leben ermöglicht werden kann. Das Modell ist unterteilt in die Bereiche Privatheit, Gemeinschaft und Öffentlichkeit. Dabei befasst sich das Prinzip „Leben in Privatheit“ mit der direkten räumlichen Umgebung der Bewohner. Jeder erhält einen eigenen Rückzugsraum, der durch Symbole wie Schlösser, Klingeln und Türschilder gekennzeichnet ist. Über die Einrichtung entscheidet der Klient selbst. Hiermit wird dem Recht auf Selbstbestimmung Rechnung getragen. Die Menschen werden nicht mehr als reines Objekt der Pflege, sondern als Individuum wahrgenommen.„Leben in Gemeinschaft“ ist ein Prinzip, das familienähnliche Strukturen schafft. Es werden Gemeinschaftsräume zur Verfügung gestellt, in denen die Freizeit in der Gruppe gestaltet werden kann. Dazu gehören auch Wohnküchen, die zum gemeinschaftlichen Kochen genutzt werden. Eine ständig anwesende Pflegekraft betreut die Aktivitäten. So wird auch demenzkranken Bewohnern die Teilnahme ermöglicht.Das Prinzip "Leben in der Öffentlichkeit" beinhaltet schließlich die Gestaltung der Freizeit außerhalb der Wohnstätte. Dazu zählen Museums- und Theaterbesuche genauso wie Kneipenbesuche. Angelehnt wird die Auswahl an die Wünsche und Gewohnheiten der Klienten. So wird der Kontakt zur Umwelt aufrechtgehalten und gefördert. Denn Pflegebedürftigkeit darf kein Grund sein, in räumlicher, sozialer oder kultureller Hinsicht ausgeschlossen zu werden.In dem Buch "Die fünfte Generation: KDA-Quartiershäuser - Ansätze zur Neuausrichtung von Alten- und Pflegeheimen " werden die Prinzipien erstmals ausführlich vorgestellt. „So können auch Einrichtungen, die keine KDA-Quartiershäuser sind, einzelne Aspekte übernehmen“, erklärt Christine Sowinski, Leiterin des Bereichs Beratung von Eirichtungen und Diensten im KDA.