Neue Diagnose-Möglichkeit von Knochenmetastasen

mp Bonn - Der Engpass bei Radiopharmaka wird durch die Zulassung eines neuen Medikaments gemindert.mp Bonn - Der Engpass bei Radiopharmaka wird durch die Zulassung eines neuen Medikaments gemindert.
Andreas Carjell / pixelio.de

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn hat jetzt erstmals in Deutschland ein radioaktives Arzneimittel mit dem Wirkstoff Natrium(Fluor-18)fluorid zugelassen. Mit ihm können sehr zuverlässig Knochenmetastasen diagnostiziert werden. Verschiedene Krebserkrankungen sind in der Lage, Metastasen in Knochen zu bilden. Die heute gängige Methode Knochenmetastasen nachzuweisen, ist die Skelettszintigraphie. Für Knochenmetastasen werden üblicherweise Radiopharmaka verwendet. Bei den bisher eingesetzten Radiopharmaka mit Technetium-99m war es in der Vergangenheit immer wieder zu Versorgungsengpässen gekommen. Das neue Medikament soll den Engpass nun mindern. „Wir erhoffen uns, dass so auch die Therapie von Patienten entscheidend zielgerichtet beeinflusst wird. Für uns ist aber auch wichtig, dass wir mit unserem Mittel eine zuverlässige Diagnostik von Knochenmetastasen sicherstellen können, die abgekoppelt ist von der nicht immer sichergestellten Verfügbarkeit von Technetium“, erklärt Dr. Frank Füchtner, der zuständige Leiter für die Herstellung von radioaktiven Arzneimitteln im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf.