Neue Entwicklungen zur Therapie des Lymphdrüsenkrebses

Wenn auch deutliche Verbesserungen in der Therapie des Lymphdrüsenkrebses Multiplen Myelom erreicht werden konnten, erleiden immer noch über 90 Prozent der Betroffenen nach ersten Therapieerfolgen einen Rückfall. In den meisten Fällen sind dafür "Schläferzellen", sogenannte Myelom-Stammzellen im Knochenmark, verantwortlich, die sich durch eine Chemotherapie nicht auslöschen lassen. Die Arbeitsgruppe um Dr. Djordje Atanackovic am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf hat jetzt ein Molekül auf der Oberfläche von Tumorzellen identifiziert, das sich als Zielstruktur zur Entwicklung einer Immuntherapie eignen könnte, um zumindest einigen Patienten Heilungschancen zu eröffnen.Voraussetzung für die Entwicklung einer Immuntherapie ist die Identifizierung von Strukturen an der Oberfläche von Tumorzellen. Die Forscher haben kürzlich ein solches Oberflächenmolekül auf bösartigen Zellen von Patienten mit Multiplem Myelom entdeckt. Eine Immuntherapie mit Hilfe eines spezifischen Antikörpers könnte dann auch die im Knochenmark des Patienten lauernden "Schläferzellen" auslöschen.Das Forschungsprojekt wird von der Wilhelm Sander-Stiftung mit rund 150 000 Euro gefördert.