Neue Hoffnung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

mp Dresden - Ein von Wissenschaftlern neu entdecktes Gen macht Hoffnung, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs bald besser behandelt werden kann.mp Dresden - Ein von Wissenschaftlern neu entdecktes Gen macht Hoffnung, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs bald besser behandelt werden kann.
Michael Bührke / pixelio.de

Das Ergebnis einer internationaler Studie eröffnet hoffnungsvolle Perspektiven für die Therapie der häufigsten Form des Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das neu entdeckte Gen USP9X kann bei Bauchspeicheldrüsenkrebs dazu beitragen, dessen Entwicklung zu unterdrücken. Das konnte im Rahmen einer internationalen Kooperation wissenschaftlicher Arbeitsgruppen mit einem Forscherteam aus Dresden, Regensburg und Jena unter der Leitung von Dr. Christian Pilarsky vom Dresdner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus im Mausmodell nachgewiesen werden. Das Gen wurde bisher nicht mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in Verbindung gebracht. Die Studie belegte zudem, dass auch bei Menschen die verringerte Produktion des Gens mit schlechten Überlebensraten nach einer Operation und einem erhöhten Risiko der Bildung von Metastasen einhergeht. Diese Befunde weisen darauf hin, dass das Gen offenbar eine wichtige Rolle spielt. Das Ergebnis kann nun neue Behandlungsmöglichkeiten für die häufigste Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs, dem duktalen Adenokarzinom des Pankreas, ermöglichen. Trotz erheblicher Fortschritte bleibt Bauchspeicheldrüsenkrebs eine Erkrankung mit sehr schlechter Prognose und hohen Todesraten. Mit ihren neuen Erkenntnissen hoffen die Wissenschaftler nun auf eine rasche Umsetzung ihrer Ergebnisse in neue Behandlungsmöglichkeiten.