Nasensprays nicht zu lange nehmen

mp Hamburg - Jeder Erwachsene ist durchschnittlich drei- bis viermal im Jahr erkältet, Kinder sogar doppelt so häufig.mp Hamburg - Jeder Erwachsene ist durchschnittlich drei- bis viermal im Jahr erkältet, Kinder sogar doppelt so häufig.
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Im Herbst und Winter gehört eine Erkältung zu den häufigsten Erkrankungen. Jeder Erwachsene ist durchschnittlich drei- bis viermal im Jahr erkältet, Kinder sogar doppelt so häufig. Und die meisten Erkältungen gehen mit verstopfter Nase und Schnupfen einher.Bei einer verstopften Nase greifen sechs von zehn Deutschen zu Nasensprays, um ihre Beschwerden zu lindern. Denn Nasensprays tragen zum Abschwellen der gereizten Nasenschleimhäute bei und lösen den Schleim besonders schnell. Allerdings sollte die Selbstmedikation mit abschwellenden Nasensprays ohne ärztliche Anweisung nach spätestens fünf Tagen unterbrochen werden. "Die in den Sprays enthaltenen Arzneien stimulieren die Alpha-Rezeptoren der Nasenschleimhaut und führen so zu einer Gefäßverengung. Der Körper gewöhnt sich schnell an diesen Effekt", erklärt Frank Grunwald, Gesundheitsexperte beim Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G. Die Folge: Die Schleimhäute trocknen aus und schwellen nicht mehr von alleine ab, so dass die fortgesetzte Anwendung des Nasensprays schließlich suchtartig werden kann. Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sind bereits mehr als 100 000 Bundesbürger von Nasenspray abhängig.Dagegen sind Mittel mit Salzlösungen wie Meerwassersprays gänzlich unbedenklich. Dampfinhalationen mit in Wasser gelöstem Kochsalz tragen ebenfalls zum Abschwellen der Nasenschleimhäute bei. Auch Präparate mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Kamillenblüten, Cineol und Umckalaobowurzel tragen zur Linderung bei. "Diese Mittel helfen, bakterielle Infektionen zu vermeiden und wirken keimhemmend", so Grunwald. Eine ähnlich antimikrobielle Wirkung geht von Senfölen aus, wie sie beispielsweise in Kapuzinerkresse oder Meerrettich enthalten ist. Forscher haben jetzt sogar Erfolge mit dem in Chilischoten enthaltenen Capsaicin erzielt, dem durchblutungsfördernde sowie schmerzlindernde Eigenschaften zugesprochen werden.Besonders wichtig ist auch, viel zu trinken, um die Viren auszuschwemmen und den Flüssigkeitsverlust durch den Schnupfen auszugleichen. Geeignet sind ungezuckerte Tees oder Hausrezepte wie heiße Milch mit Honig. Regelmäßige Bewegung und viel Sport schützen vor Ansteckung und senken das Erkältungsrisiko.