Gesundheit

Mobbing in der Schule

mp Berlin - Rückzugsverhalten bei Kindern kann ein Hinweis auf Mobbingerfahrung sein.mp Berlin - Rückzugsverhalten bei Kindern kann ein Hinweis auf Mobbingerfahrung sein.
AOK-Mediendienst

Beleidigungen, Schikane und Ausgrenzungen, diese auch als Mobbing bezeichnete Gewalt erleben etwa 30 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Laufe ihrer Schullaufbahn. Dabei ist es unabhängig davon, welche Schulform sie besuchen. Bei den Opfern kann Mobbing schwere psychische Störungen auslösen: angefangen von Schulunlust und Schulangst über negative Zukunftserwartungen bis hin zu Selbstmordgedanken. Auch unklare psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen oder Schlafstörungen treten auf. Werden Kinder ängstlicher und unsicherer im Verhalten und ziehen sich immer mehr zurück, können das Hinweise auf die Folgen von Mobbingerfahrungen sein; erst recht ,wenn beschädigte oder verschwundene Schulsachen oder gar blaue Flecke am Körper hinzukommen.Hegen Eltern den Verdacht, dass ihr Kind gemobbt wird, ist es wichtig, dass sie das Kind darauf ansprechen und ermutigen, darüber zu reden. Auch die Schule sollte informiert und einbezogen werden. „Die emotionale Unterstützung in der Familie, eine positive Rückmeldung über die Stärken des Kindes von den Eltern sind wesentliche Aspekte, damit das Kind mehr Selbstvertrauen gewinnt, um sich gegenüber den Gleichaltrigen durchzusetzen. Der Kontakt zur Schule ist unbedingt notwendig, damit schulische Hilfen und Unterstützung eingesetzt werden können“, betont Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) in Berlin.