Mittel einer Darmkrebs-Erkrankung zu begegnen, ist die Früherkennung

mp Berlin - Vor allem ältere Männer scheuen den Weg zur Darmkrebs-Vorsorge. Dabei haben sie ein erhebliches Risiko zu erkranken.mp Berlin - Vor allem ältere Männer scheuen den Weg zur Darmkrebs-Vorsorge. Dabei haben sie ein erhebliches Risiko zu erkranken.Rainer Sturm / pixelio.de

Nachlässigkeit im Hinblick auf die Darmkrebs-Vorsorge kann tödlich sein, warnen Experten. Männer gehen noch seltener zur Vorsorge-Untersuchung als Frauen. Ab einem Alter von 50 Jahren steigt für Männer die Gefahr, in den nächsten zehn Jahren an Darmkrebs zu erkranken um das Vierfache, so die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).„Das wirksamste Mittel einer Darmkrebs-Erkrankung zu begegnen ist die Früherkennung“, betont Professor Peter R. Galle vom Universitätsklinikum Mainz. Doch nur 2,4 Prozent der 55- bis 74-Jährigen ließen eine Darmspiegelung machen. Die Vorsorge-Untersuchung spielt eine zentrale Rolle, um Krebs zu vermeiden. Mit ihr können Darmpolypen gefunden und sofort entfernt werden, noch bevor sie zu einem bösartigen Tumor entarten. Auch ein einfacher Stuhltest gibt Hinweis auf Darmkrebs oder seine Vorstufen. Ab 55 Jahren sollte jeder eine Darmspiegelung machen lassen und – wenn alles in Ordnung ist – diese nach zehn Jahren wiederholen. „Die Vorbereitung zur Untersuchungen kann zwar etwas unangenehm sein“, räumt Galle ein. „Doch jeder sollte sich vor Augen halten, welche Qualen ihm durch eine vereitelte Darmkrebserkrankung erspart bleiben.“ Bei der Darmspiegelung führt der Mediziner ein schlauchförmiges Instrument, ein Endoskop, durch den After in den Darm des Patienten ein. Mithilfe einer Kamera an der Spitze des Gerätes untersucht er die Schleimhaut des Darmes. Während der Darmspiegelung kann der Arzt auch zangen- oder schlingenförmige Instrumente über das Endoskop einführen. Falls er auffälliges Gewebe findet, entnimmt er Gewebeproben und entfernt Darmpolypen.