Legionellen – Gefahr aus selten genutzten Klimaanlagen, Whirlpools und Wasserleitungen

mp Berlin - Wenig benutzte Warmwasserleitungen sind Infektionsquellen für die Legionärskrankheit.mp Berlin - Wenig benutzte Warmwasserleitungen sind Infektionsquellen für die Legionärskrankheit.
Tim Ruster / pixelio.de

In wenig benutzten Warmwasserleitungen fühlen sie sich wohl: Bakterien der Art Legionella pneumophila. Auch in selten genutzten Klimaanlagen oder Whirlpools nisten sie sich ein. Vom Menschen eingeatmet, können sie auch eine Lungenentzündung hervorrufen, die auch als Legionärskrankheit bezeichnet wird und häufig tödlich verläuft. Ausschlaggebend für das Gedeihen der Bakterien ist die Temperatur im Wasserrohr. Sie vermehren sie sich besonders gut in Leitungen, in denen warme Wasser oft über längere Zeit steht. Ein Problem, von dem auch wenig frequentierte Hotels betroffen sein können. Die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Berlin raten, vor dem Benutzen des Badezimmers die Wasserhähne weit aufzudrehen, ohne dabei einzuatmen und das Wasser bei geschlossener Türe einige Minuten laufen zu lassen. So werden die meisten Bakterien schon mit dem ersten Wasserschwall ausgespült. Anschließend das Bad noch gut durchlüften, dann ist die größte Gefahr gebannt.Die Legionärskrankheit verläuft ähnlich einer Grippe mit Kopf- und Muskelschmerzen, trockenem Husten und Fieber. Diese Symptome treten zwischen zwei und zehn Tagen nach der bakteriellen Infektion auf. Besonders problematisch ist, dass die Erkrankung häufig zu spät oder gar nicht erkannt wird. Zumal für eine effektive Behandlung zeitnah hochdosierte Antibiotika verabreicht werden müssen. Bei dem geringsten Verdacht sollte man also lieber einmal zu viel als einmal zu wenig einen Arzt aufsuchen.