Gesundheit

Leberschaden durch Medikamente

mp Freiburg - Medikamente verursachen häufig Leberschäden.mp Freiburg - Medikamente verursachen häufig Leberschäden.
Rainer Sturm / pixelio.de

Die Leber ist zuständig für unzählige Stoffwechsel- und Entgiftungsprozesse. Das bis zu zwei Kilo schwere Drüsenorgan sitzt im rechten Oberbauch. Es produziert verschiedenste Eiweißstoffe , darunter die Gerinnungsfaktoren, es verwertet aus dem Verdauungstrakt kommende Nährstoffe, sorgt für den Gallenfluss und für entgiftende Vorgänge im Körper. Eine Schädigung dieses lebenswichtigen Organs geht mit starker Beeinträchtigung der Körperfunktionen einher und Vergiftungserscheinungen treten aufgrund der mangelnden Entgiftungsleistung auf. Leberversagen oder Leberkoma sind lebensbedrohliche Krankheitsbilder.Zu den häufigsten Ursachen von Leberschädigungen oder Leberversagen zählen die Auswirkungen leberschädigender Medikamente. Toxische Nebenwirkungen auf die Leber werden häufig erst erkannt, wenn das Medikament bereits auf dem Markt ist. Eine leberspezifische Prognose in der Testphase eines Arzneimittels scheint schwierig zu sein. Die Initiative „Mechanism Based Improved Systems for the Prediction of Drug-Induced Liver Injury (MIP-DILI)“ greift diese Problematik auf. Mit neuen Testverfahren sollen leberschädigende Auswirkungen schon in einer frühen Phase der Medikamentenentwicklung erkannt werden können.Projektunterstützung bekommt die Initiative von dem Freiburger Physiker Prof. Dr. Jens Timmer. Der Wissenschaftler ist an der Mitentwicklung eines Computermodells beteiligt. Dieses Modell soll helfen, Wechselwirkungen, die die Leber beeinträchtigen könnten, besser vorherzusagen.