Kleinkinder, Schwangere und Senioren sollten keine rohen Tierprodukte verzehren

mp Berlin - Rohes Fleisch kann schwere Lebensmittelinfektionen auslösen. Daher gilt: kein „Hackepeter“ für Kleinkinder.mp Berlin - Rohes Fleisch kann schwere Lebensmittelinfektionen auslösen. Daher gilt: kein „Hackepeter“ für Kleinkinder.
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In Deutschland essen Kleinkinder weit häufiger rohes Fleisch, als erwartet. Eltern vergessen offenbar, dass dies bei Kindern zu schweren Lebensmittelinfektionen führen kann. Das belegt jetzt eine aktuelle Studie des Robert Koch-Instituts. Gewarnt wird vor dem Verzehr von rohem Hackfleisch wie „Hackepeter“, Rohwurst, Rohmilch und Rohmilchkäse, rohem Fisch wie Sushi, Räucherlachs, Graved Lachs und rohen Austern. Es gilt „Finger weg“ für alle Kinder unter 5 Jahren, Schwangere, Senioren oder Personen mit geschwächtem Immunsystem. Professor Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), erklärt, warum: "Rohe, vom Tier stammende Lebensmittel sind häufig mit Krankheitserregern belastet“. Mit rohem Fleisch können unter anderem Salmonellen, EHEC, Yersinien, Listerien aber auch Viren und Parasiten übertragen werden. Rohes Schweinehackfleisch ist der häufigste Überträger von Yersiniose, einer Magen-Darm-Erkrankung. Aber auch unzureichend gegartes Geflügelfleisch hat´s in sich: In Deutschland ist Campylobacter mittlerweile der häufigste bakterielle Erreger von Darminfektionen des Menschen. Campylobacter-Bakterien kommen in rohem oder unzureichend erhitztem Geflügelfleisch vor, aber auch in rohem Fleisch anderer Tierarten, in Rohmilch und bei Hühnereiern.