Gesundheit

Keime im Krankenhaus auch in Dienstkleidung

mp Bönnigheim - Krankenhaus- und Laborkleidung kann mit Keimen belastet sein.mp Bönnigheim - Krankenhaus- und Laborkleidung kann mit Keimen belastet sein.
Dieter Schütz / pixelio.de

Eine aktuelle Studie weist auf einen bisher wenig beachteten Umstand hin. Die Keimbelastung der Dienstkleidung von 135 Ärzten und Pflegekräften in einem Krankenhaus in Israel wurde untersucht. Bei etwa 60 Prozent der Proben fand man potentielle Krankheitserreger, darunter auch Antibiotikaresistente Keime (MRSA). Textilien kommt also eine größere Bedeutung, als bisher angenommen für mögliche Infektionsquellen im Krankenhaus zu. In einer aktuellen Studie der Hohenstein Institute, Bönnigheim, verfolgten Wissenschaftler Ansteckungswege in einer öffentlichen Toilette. Untersucht wurde unter anderem, wie viele Mikroorganismen über die Hand einer Person von der Toilettenbürste auf die Türklinke und damit auf die nächste Person übertragen werden. Dabei fanden sie heraus: Das Ansteckungsrisiko ist vor allem abhängig von der infektiösen Dosis des jeweiligen Krankheitserregers. Bei Durchfall erregenden Viren oder Bakterien wie Norovirus oder EHEC sind nur wenige Partikel oder Zellen für eine Infektion ausreichend. Dies bedeutet, dass in öffentlichen Toiletten ein hohes Risiko besteht, mit einer ansteckenden Dosis dieser Keime in Berührung zu kommen. Gründliches Händewaschen mit Seife ist deshalb das A und O.