Höhere Risikofaktoren bei Demenz-Erkrankungen durch Mangel an Vitamin B12

mp Düsseldorf - Im Alter ist die Aufnahme lebenswichtiger Vitamine und Spurenelemente aus der Nahrung oft nicht mehr in ausreichendem Umfang gewährleistet.mp Düsseldorf - Im Alter ist die Aufnahme lebenswichtiger Vitamine und Spurenelemente aus der Nahrung oft nicht mehr in ausreichendem Umfang gewährleistet.Gerd Altmann / pixelio.de

Vitamin B12 gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und wird normalerweise über die Nahrung im Darm aufgenommen. Es reichert sich vor allem in der Leber an und wird dort über lange Zeit gespeichert. Normalerweise steht es uns so stets in ausreichender Menge zur Verfügung.Um vom Körper wirksam absorbiert werden zu können, muss ein komplexer Umwandlungsprozess stattgefunden haben. Dies wiederum setzt unter anderem einen intakten Magen- Darm- Bereich voraus. Wird die Aufnahme des Vitamins im Dünndarm krankheits- oder altersbedingt gehemmt, kommt es zu Mangelerscheinungen. Auch Medikamente können zu einer verminderten Aufnahme führen.Folgen eines Vitamin- B12- Defizits können unter anderem Angst, Depressionen, Konzentrations-schwierigkeiten, Gedächtnisschwäche und Schädigungen der Nerven sein. Mittlerweile zählt ein Mangel an Vitamin B12 auch zu den Risikofaktoren bei Demenz- Erkrankungen. US Forscher fanden heraus, dass die B12- Mangelerscheinung bei Senioren mit verstärkter Hirnschrumpfung einhergehen kann. Auch britische Wissenschaftler kamen zu ähnlichen Ergebnissen und sehen Möglichkeiten, mit gezielten Vitamingaben das Demenz- Risiko vielleicht zu senken. Eine Substitution sollte allerdings immer mit einem Arzt abgesprochen werden.Vitamin B12 kommt vor allem in rotem Fleisch, dort besonders in Leber und Niere vor. Auch Meeresfrüchte, Eier und Milchprodukte enthalten das wertvolle Vitamin. In pflanzlichen Nahrungsmitteln kommt Vitamin B12 nur vor, wenn sie durch bakteriell bedingte Gärungsprozesse (Sauerkraut) oder unter Beteiligung bestimmter Hefen hergestellt wurden.