Höhere Lebenserwartung bei HIV

mp Düsseldorf - Kondome: Immer noch bester Schutz gegen HIV-Infektionen.mp Düsseldorf - Kondome: Immer noch bester Schutz gegen HIV-Infektionen.Tomizak/pixelio.de

Dank moderner Medikamente können HIV-Infzierte heutzutage viele Jahre mit ihrer Krankheit leben. Doch die Krankheit ist noch immer unheilbar und die lebenslange Behandlung bedeutet für die Betroffenen eine enorme physische und psychische Belastung. Die sogenannte antiretrovirale Therapie basiert auf Medikamente. Mit ihr ist es möglich, die Zahl der Viren im Körper der Kranken so niedrig zu halten, dass sie nicht mehr nachzuweisen sind. Doch die Kombination aus verschiedenen Medikamenten birgt auch viele Probleme. Zum einen bilden HIV-Viren leicht Resistenzen. Das führt dazu, dass die Wirkstoffe häufig ausgetauscht oder neu kombiniert werden müssen. Darüber hinaus gibt es kein Medikament ohne Nebenwirkungen, und die fallen mitunter so heftig aus, dass sie zusätzlich behandelt werden müssen.Neben den körperlichen Beschwerden sind die psychischen Begleiterscheinungen der Krankheit nicht zu unterschätzen. Die Betroffenen leben in dem ständigen Bewusstsein, ansteckend zu sein. Das belastet nicht nur sexuelle Beziehungen, es führt häufig auch zu sozialem Rückzug und Depressionen. Trotz guter medikamentöser und psychischer Betreuung sterben in Deutschland noch immer rund 600 Menschen im Jahr am HIV-Virus und dessen Folgen. Um es gar nicht erst zu einer Ansteckung kommen zu lassen, ist nach wie vor die konsequente Anwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr angesagt.