Herzrhythmusstörungen haben Schlaganfallrisiko

mp Wolfach - Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung.mp Wolfach - Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung.Gerd Altmann / Photoshop Graphics / pixelio.de

Schlägt das Herz nicht im richtigen Takt, spricht man von Herzrhythmusstörungen. Die häufigste Form davon ist das Vorhofflimmern. Je nach Belastung schlägt unser Herz etwa 80.000 bis 150.000 mal an jedem Tag. Durch einen regelmäßigen zentralen elektrischen Impuls wird der gesunde Herzschlag erzeugt. Beim Vorhofflimmern ist dieser Hauptimpuls außer Kraft gesetzt und es entstehen viele kleine unregelmäßige Impulse an verschiedenen Stellen des Herzvorhofes. Das kann sowohl zu einer Beschleunigung als auch zu einer Verlangsamung des Herzschlags führen.Besonders problematisch ist es, wenn durch das Flimmern der Vorhofmuskeln Blut in den Vorhöfen gestaut wird. Dann können sich durch die Gerinnungsneigung des Blutes Blutpfropfen bilden, die in den gesamten Blutkreislauf gelangen. Dort führen sie dann zu akuten Arterienverschlüssen. Sind davon hirnversorgende Arterien betroffen, kommt es zu einem Schlaganfall.Typische Anzeichen für ein Vorhofflimmern sind Herzrasen, Brustenge und Schwindelgefühl. Manchmal treten auch anhaltende Müdigkeit und ein allgemeines Schwächegefühl auf. Doch häufig werden die Herzrhythmusstörungen gar nicht bemerkt. Am stärksten sind ältere Menschen von der Störung betroffen. Und besonders gefährdet sind Patienten mit anderen Herzerkrankungen in der Vorgeschichte. Aber auch hoher Blutdruck, Diabetes und Schildrüsenerkrankungen begünstigen Herzrhythmusstörungen.Damit eine mögliche Erkrankung nicht unentdeckt bleibt, sollten Betroffene mit diesen Grunderkrankungen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. Für die Behandlung stehen standardisierte Methoden zur Verfügung. „Fast immer behandeln wir mit Medikamenten, die die Blutgerinnung herabsetzen oder setzen die sogenannte elektrische Kardioversion ein. Dabei werden Stromstöße mit einer geringen Initialdosis abgegeben, um die Aktivität der Herzmuskelzellen zu synchronisieren“, erklärt Dr. Bruno M. Kaufmann, Chefarzt Innere Medizin am Ortenau Klinikum Wolfach.