Gallensteine

mp Düsseldorf - Gallenkoliken sind extrem schmerzhaft.mp Düsseldorf - Gallenkoliken sind extrem schmerzhaft.Christoph Droste / pixelio.de

Gallensteine sind ein weit verbreitetes Phänomen. Sie befinden sich in der Gallenblase oder in den Gallengängen. Dem einen machen sie lebenslang keinerlei Beschwerden und werden oft nur zufällig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraums entdeckt. Dem anderen bereiten sie heftige Koliken. Gallensteinen sind kleine, feste Ablagerungen in der Gallenblase. Sie bilden sich aus der Gallenflüssigkeit, die eine wesentliche Rolle bei der Fettverdauung spielt. Sie enthält verschiedene Substanzen wie zum Beispiel Cholesterin, Gallensalze und Gallensäuren, sowie zahlreiche Stoffwechselabbauprodukte und den Gallenfarbstoff Bilirubin. Kommt es zu einem Ungleichgewicht der Substanzen, kann die Galle eindicken und schließlich verhärten und Konkremente bilden, umgangssprachlich auch "Gallensteine" genannt. Ursache ist meist eine Übersättigung der Gallenflüssigkeit mit Cholesterin. Die meisten der steinharten, runden Kugeln bestehen zu circa 70 Prozent aus Cholesterin. Es gibt aber auch Steine, die sehr viel Gallenfarbstoff enthalten, das sind die Pigmentsteine. Als gemischte Steine bezeichnet man die aus Cholesterin und Gallenfarbstoff. Gallensteine entstehen durch Übergewicht, fettreiche Ernährung, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte und extreme Diäten. Nicht immer ist eine Operation notwendig. Wer (noch) keine Beschwerden hat, sollte auf eine gesunde Ernährung und ein normales Körpergewicht halten. Eine zu rasche, drastische Gewichtsabnahme kann übrigens bei Gallensteinen das Auftreten von Koliken fördern. Kommt es dazu, können die Gallensteine durch Medikamente aufgelöst werden. Die Behandlung ist allerdings langwierig. Oft bilden sich die Gallensteine bei dieser Methode wieder neu. In der Regel wird deshalb zur operativen Entfernung der Gallenblase und damit der Gallensteine geraten. Der Eingriff durch ist drei sehr kleine Schnitte mittels „Schlüsselloch-Chirurgie“ möglich. In der ersten Zeit nach der Operation sollte der Patient auf fettreiche Mahlzeiten verzichten. Später aber gibt es kaum Einschränkungen und der Betroffene kann wieder ganz normal essen.