Gesundheit

Früherkennung durch Nuklearmedizin

Bei Gelenkeschmerzen, wenn die Nieren Probleme machen oder das Herz aus dem Takt ist, dann sind Untersuchungsmethoden gefragt, die die Ursachen schnell aufspüren. Hier ist die Nuklearmedizin gefragt. Mit ihr können schmerzfrei Abnormitäten in der Funktion eines Organs im Körper oft früh erkannt werden. Bei der Nuklearmedizin handelt es sich um die Anwendung kleinster, radioaktiver Substanzen zur Diagnostik der Funktion von Organen oder von Gewebe mittels eines Radiopharmakons (medikamentöse Strahl). Damit werden krankhafte Veränderungen des Gewebes dargestellt. "Man sieht also, wie der wichtige Stoffwechselprozess verläuft, was eine sehr genau Diagnose zulässt", betont Dr. Martina Christ vom Radiologicum München.Die Nuklearmedizin ist keine Konkurrenz zu anderen bildgebenden Untersuchungen, sondern eine sinnvolle Ergänzung im diagnostischen Ablauf. "Eine Diagnose wird auch oft im Verbund mit anderen Untersuchungen wie zum Beispiel dem Ultraschall oder bei einer Arthrose zusätzlich per Computer- oder Magnetresonanztomographie (MRT) gestellt. Der Nuklearmediziner sieht in Form von Bildschwärzungen, wo die Gelenkschmiere fehlt und die Gelenkflächen aneinander reiben. So lässt sich zum Beispiel eine Arthrose sicher darstellen", erklärt Dr. Christ.Neben der Diagnostik liegt ein anderer Schwerpunkt des Radiologicum Münchens in der Therapie beispielsweise von Gelenkentzündungen oder -schmerzen. Dabei bilden sich mit der Radiosynoviorthese (RSO = lokale Strahlenanwendung) durch gezielte Verödung der Gelenkinnenhaut mit radioaktiven Substanzen Entzündungen und Schmerzen in den meisten Fällen dauerhaft zurück. In der lokalen Therapie von Gelenkentzündungen wird das radioaktive Medikament lediglich punktuell eingesetzt und beseitigt dort schädliche Wucherungen, die durch eine Entzündung hervorgerufen wurden.Die Strahlenbelastung liegt bei den häufigsten nuklearmedizinischen Untersuchungen unterhalb der jährlichen natürlichen Strahlenbelastung. Die einzige Ausnahme, bei der die Nuklearmedizin nicht angewandt wird, sind Schwangere“, ergänzt die Fachärztin für Radiologie und Nuklearmedizin. (www.radiologicum-muenchen.de)