Milch zum Einschlafen

mp Düsseldorf - In der Nachtmilch von Kühen soll sich überraschend viel von dem Hormon finden.mp Düsseldorf - In der Nachtmilch von Kühen soll sich überraschend viel von dem Hormon finden.Sigrid Rossmann / pixelio.de

Im Laufe unseres Lebens lässt die Melatoninproduktion unseres Körpers nach. Das Hormon, das mit für unseren guten Schlaf verantwortlich ist, wird in geringeren Mengen hergestellt. Die Folge können Einschlaf- oder Durchschlafprobleme sein. Unabhängig davon bringen Stress, Jetlag, Zeitumstellungen oder - wie gerade - der Wechsel zum Frühjahr unseren melatoningesteuerten Schlafrhythmus meist ganz schön durcheinander. Wer dem nicht schlaflos zusehen möchte, könnte der Störung nun vielleicht sanft und natürlich entgegenwirken. So zumindest das Versprechen des Herstellers von „Nachtkristallen“. Das altbekannte Hausmittel: “Trink ein Glas Milch vor dem Schlafengehen“, hat angeblich Konkurrenz aus den eigenen Reihen bekommen: Säugetiere, so auch der Mensch, produzieren das Schlafhormon Melatonin in ihrer Zirbeldrüse. Daher findet es sich in der Kuhmilch seit jeher in kleinsten Mengen. Nachts ist die Konzentration des Hormons im Körper naturgemäß höher und zeigt an, dass jetzt Zeit zum Schlafen ist. Dieser Umstand brachte pfiffige Forscher auf die Idee, Kühe nachts zu melken. Der Melatoningehalt der Milch sollte dann um ein vielfaches höher sein und der Verzehr derselben schlaffördernd wirken.In Form von „Nachtkristallen“ ist die Nachtmilch in getrockneter Form erhältlich und kann seine Wirksamkeit unter Beweis stellen. Allerdings vermuten einige Wissenschaftler, dass es sich bei der schlaffördernden Wirkung bestenfalls um einen Placebo-Effekt handelt. Die Melatoninkonzentration in dem Produkt ist verschwindend gering und die zur Wirksamkeit durchgeführte Studie sei nicht repräsentativ. Wer sich zur Zeitumstellung am 25. März nicht auf die Versprechen zur Wirksamkeit der Nachtmilch verlassen möchte, kann auf andere wirksame Hausmittel zurückgreifen: Keine spannenden Krimis vor dem Schlafengehen und auf Alkohol verzichten. Stress, Lärm und Licht runterfahren, wenn es Zeit zum Schlafengehen ist. Und vielleicht doch einfach nur das Glas Milch trinken.