Die kalte Jahreszeit macht depressiv

mid Stuttgart - Für die seelische Niedergeschlagenheit machen Mediziner unter anderem Defizite bei der Aufnahme von Sonnenlicht verantwortlich.mid Stuttgart - Für die seelische Niedergeschlagenheit machen Mediziner unter anderem Defizite bei der Aufnahme von Sonnenlicht verantwortlich.AOK Mediendienst

Kalter Nebel, früh einsetzende Dunkelheit – das Herbst- und Winterwetter schlägt vielen Menschen aufs Gemüt. Sie klagen über Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche. Für Kraftfahrer kann das gefährlich werden, warnt der ACE Auto Club Europa. Denn dann nimmt die Zahl der Dunkelheitsfahrten zu und damit auch das Unfallrisiko, besonders in der sogenannten Rush-Hour. Wer sich dann seiner schwermütigen Stimmung hingibt und hinters Steuer setzt, dürfte doppelt gefährdet sein. Für die seelische Niedergeschlagenheit machen Mediziner unter anderem Defizite bei der Aufnahme von Sonnenlicht verantwortlich. Denn die in den Herbst- und Wintermonaten vorherrschende Dunkelheit begünstigt die vermehrte Ausschüttung des Hormons Melatonin. Ihm wird eine die Stimmung dämpfende Wirkung zugeschrieben. Autofahrer sollten sich deshalb während der Pausen so häufig wie möglich in der frischen Luft und im Hellen aufhalten und "Licht tanken". Denn die Sonne mit ihrer UV-Strahlung regt die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin an, welches für geistige und körperliche Fitness sorgt. Im Kampf gegen fröstelnde Stimmung werden auch pikant gewürzte Speisen empfohlen, die den Stoffwechsel anregen und die Durchblutung fördern. Auf langen Strecken sind Ruhepausen ganz wichtig. Auch sollte man nicht in einem überheizten Auto unterwegs sein. Das macht müde. Bei den ersten Anzeichen für schwere Augenlider und bei Gähn-Attacken sollte sofort angehalten und pausiert werden. Von koffeinhaltigen Muntermachern wie Kaffee und Cola wird abgeraten, da die Effekte sich schnell wieder verflüchtigen.