Depressionshelfer gegen Verstimmungen

mp Düsseldorf - Ein virtueller „Depressionshelfer“ kann manchmal helfen.mp Düsseldorf - Ein virtueller „Depressionshelfer“ kann manchmal helfen.Cornelia Menichelli / pixelio.de

Eigentlich ein unerträglicher Zustand: Depressiv erkrankte Menschen müssen mit Wartezeiten von mehreren Monaten rechnen, um einen ambulanten Platz für ihre Psychotherapie zu bekommen. Diese Lücke soll jetzt ein virtueller „Depressionshelfer“ schließen. Das Online-Programm gibt Betroffenen erste, individuelle Hilfestellungen. Die Methode wurde von Medizinern und Psychologen entwickelt und basiert auf wissenschaftlich anerkannten Methoden der Psychotherapie.Therapeutische Online-Programme als Unterstützung bei Depressionen sind bereits in anderen europäischen Ländern üblich. Bestimmte Vorteile liegen dabei auf der Hand: Die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme ist gering, der Patient kann anonym bleiben, man ist örtlich und zeitlich unabhängig.Doch Vorsicht: Der „Depressionshelfer“ kann keinen Arzt oder Psychologen ersetzen. Wer nur leichte bis mittelschwere Verstimmungen hat, kann die Zeit des Wartens auf einen Therapieplatz möglicherweise so überbrücken. Ein über zwölf Wochen gehendes Online-Programm kostet zwischen 59 und 119 Euro im Monat.